Stieglitze lieben Karden

Warum wir bei Kraut & Rüben nicht so viel aufräumen

Stieglitze (auch Distelfinken genannt, Vogel des Jahres 2016) lieben die Samenstände der Karden, Disteln und anderen Pflanzen. Damit sie gut über den Winter kommen, lassen wir die abgeblühten Pflanzen einfach stehen, und die Stieglitze danken uns, indem sie in unserer Anlage überwintern.

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Übrigens: wenn sie von April bis Juli brüten, benötigen sie für die Aufzucht ihrer Jungen Insekten und Blattläuse. Daher sollten auch Blattläuse nicht „bekämpft“ werden. Sie müssen ja nicht grade an den schönsten Rosen saugen, aber an verschiedenen Büschen wie Pfaffenhütchen, Schneeball oder Hartriegel richten sie keinen Schaden an und dürfen daher bleiben.

Übrigens, Karden sind eigentlich keine Disteln. Sie bieten nicht nur vielen Insekten und Vögeln Nahrung, in ihren tiefen und kräftigen Blattgründen sammelt sich Regenwasser, das noch über Wochen hinweg in Trockenzeiten als Tränken für die Tiere dient.

Stieglitze haben in der Zeit von April bis Juli oft zwei Bruten mit jeweils 4 bis 6 blau weißlichen Eiern mit roten Flecken. Das Nest wird aus kleinen Zweigen, Moos und Flechten gebaut und mit Haaren und Distelwolle ausgepolstert. Auch ein Grund, Disteln stehen zu lassen…